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Das ganzheitliche Konzept der Permakultur

14 Mai

Lebensräume so planen, dass das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen auf Dauer möglich ist; dass die ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedürfnisse aller Systeme optimal berücksichtigt werden – das ist Hauptaufgabe der Permakultur-Gestaltung. Die vielfältigen Zusammenhänge, die weit über landwirtschaftliche Themen hinausgehen, sind anschaulich in David Holmgrens „Permakultur-Blume“ zusammen gefasst. Er unterteilte sieben Wissensgebiete:

  • Land und Natur
  • Umgebung
  • Werkzeuge und Technologien
  • Kultur und Bildung
  • Gesundheit
  • Wirtschaftlichkeit / Finanzen
  • Gemeinschaft

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Was ist Permakultur?

13 Mai

Der Begriff Permakultur wurde in den späten 1970er Jahren von dem Australier Bill Mollison aus den Begriffen „permanent“ und „agriculture“ geprägt und meinte ursprünglich eine Form dauerhafter Landwirtschaft, die sich an natürlichen Prozessen orientiert und nach diesen arbeitet. In ihrem Buch Permaculture One (1978) skizzieren Bill Mollison und David Holmgren eine Vision, in der sich menschliche Lebensräume stabil und ökologisch verträglich gestalten lassen. Dabei werden verschiedene Analyse- und Gestaltungsmethoden mit ethischen Grundsätzen, ökologischem Wissen und einer ganzheitlichen Naturphilosophie verbunden, um sich selbst erhaltende Systeme zu schaffen. Mollison erhielt den alternativen Nobelpreis für seine Ideen, sie finden seitdem weltweit Anwendung und eine Bedeutungserweiterung in Richtung Gemeinschaftsbildung, Architektur, Firmenstrukturen und auf den eigenen Lebensweg.

In seinem Suchen nach universellen Prinzipien, die man dem eigenen Handeln zugrunde legen konnte, filterte Mollison drei grundlegende ethische Richtlinien:

  1. Sorge tragen für die Erde: Vorsorge dafür tragen, dass lebende Systeme weiterhin bestehen bleiben und sich vervielfältigen können.
  2. Sorge tragen für die Menschheit: Vorsorge tragen, dass die Menschen z.B. Zugang zu allen Ressourcen haben, die sie zum Leben benötigen.
  3. Faires Teilen / dem Verbrauch Grenzen setzen: Wenn wir unseren eigenen Bedürfnissen Grenzen setzen, können wir Ressourcen gewinnen, um die vorangegangenen Grundsätze zu unterstützen. Überschüsse teilen.

Tine